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21.10.16 Spätes Futter

Immer wenn er in meiner Gegend vorbeikommt, schaut er bei mir rein, der Kollege mit dem unverwechselbaren russischen Akzent. Sein Mund prangt voller Goldkronen, die an bessere Sowjetzeiten erinnern. Die zeigt er in ihrer strahlenden Schönheit wenn er lacht. Über 20 Völker besitzt er. Ob die ihm nicht langsam zu viel werden? Offenbar ist das Gegenteil richtig. »Ich bin Rentner, was soll ich machen? Ich werde mir auf jeden Fall im kommenden Jahr mehr Völker zulegen«.

Er berichtet, dass er im Oktober allen seine Völker noch einmal um die 2 l Futtersirup gegeben hat. Dabei hatte er wie ich die Bienen bereits komplett aufgeführt. »Sicher ist sicher«meinte er. Leicht unsicher geworden beschloss ich, das gleiche zu tun. Also habe ich noch einige Kanister Futtersirup gekauft und den Völkern gegeben. Dabei habe ich auch noch kurz in die Stöcke geschaut. Der Kollege lag nicht falsch; es war noch reichlich Platz für neues Futter vorhanden

Die Temperatureb war günstig. Doch schon in den letzten Jahren hatte ich beobachtet, dass die Bienen meine Fütterer auch bei geringen Minusgraden annehmen. Das hängt offensichtlich an zwei Faktoren, die Sie hier sehr schön sehen können. Einmal die Isolation nach außen und dann der Mittelaufstieg für die Bienen. Der sorgt für relative Wärme, die aus dem Stock nach oben aufsteigt. Leicht verschwommen Sehen Sie die Tiere, die den Futtersirup wie in einer Tränke aufnehmen. Immer wieder staune ich, in welch kurzer Zeit die Fütterer leer sind. Jetzt kann ich sie beruhigt wieder abnehmen – und danke dabei meinem liebenswerten Kollegen für seinen Tipp.